DSGVO – Das Comeback des Printprodukts – Im Interview mit André Berger, Geschäftsführer der Limego GmbH

unnamedDie Limego GmbH ist ein Druck- und Mediendienstleister mit über 20 Jahren Erfahrung im Umfeld von Druck- und Versandzentren. Hervorgegangen aus der Edataunited GmbH ist die Limego GmbH seit 2009 selbstständig im Markt als Full-Service-Dienstleister tätig. Neben den gängigen Druck- und Verarbeitungsarten liegt die Spezialisierung der Limego GmbH auf Druckveredelungen sowie der Personalisierung und Kuvertierung von Printprodukten. In Zeiten der Datenschutz-Grundverordnung – DSGVO spürt das Unternehmen einen deutlichen Interessenanstieg in Richtung Printmedien. Im Gespräch mit André Berger, Geschäftsführer der Limego GmbH, sprechen wir über Web to Print, MeCommerce und die Senkung von Prozesskosten.

DFC: Die Medienlandschaft hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Immer mehr Investitionen laufen in Richtung Online-Marketing und digitale Werbung. Inwiefern hat sich dieser Trend seit der Datenschutz-Grundverordnung geändert? Spüren Sie ein Comeback der Printproduktion?

André Berger: Die DSGVO sorgte für viel Verwirrung in der digitalen Welt, wirkte sich aber recht pragmatisch aus, was das klassische Print-Marketing betrifft. Das haben große Player im Markt erkannt und diesen Weg der Kommunikation neu für sich entdeckt. Allerdings hat sich die Wahrnehmung verändert. Ähnlich dem E-Mail-Marketing erreichen Standard-Mailings oft nicht den gewünschten Effekt. Auch wenn die Botschaft klar formuliert wurde, so sind weitere Attribute notwendig, um die Message nachhaltig im Gedächtnis des Empfängers zu verankern. Das spüren wir anhand der sehr stark gestiegenen Nachfrage an personalisierten Veredelungsmöglichkeiten. Solche visuellen und haptischen Effekte sind in der digitalen Welt unmöglich und sorgen aktuell für einen Run auf unsere Printprodukte.  

DFC: Als Full-Service-Dienstleister bieten Sie eine Vielzahl unterschiedlicher Printprodukte an. Können Sie hier einen Trend oder vielleicht sogar mehrere feststellen? Welche sind das?

IT-Notfallplanung und die “Kopf-in-den-Sand-Strategie” im deutschen Mittelstand – im Interview mit Frank Wassong, Geschäftsführer von CertMobile

frank wassong foto.256x256CertMobile ist Berater und Integrationspartner für die softwaregestützte Einführung von IT-Notfallplanung, Informationssicherheit und Datenschutz. Der Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens, Frank Wassong, ist Informationssicherheits-Auditor und Datenschutzbeauftragter mit langjähriger Erfahrung aus Projekten zu IT-Notfallplanung, Risikomanagement und Informationssicherheit. Das Unternehmen begleitet Kunden bei der Planung, Koordination und Steuerung aller damit erforderlichen Maßnahmen. Im Interview mit Frank Wassong sprechen wir heute über IT-Notfallplanung, Informationssicherheit und den aktuellen Stand zum Thema Datenschutz im deutschen Mittelstand.

DFC: Herr Wassong, beginnen wir vielleicht einmal mit dem Thema, das viele IT-Administratoren, Geschäftsführer und Verantwortliche im Unternehmen auch heute noch beschäftigt und die Prozesse in den Unternehmen kräftig durcheinandergewirbelt hat. Seit dem 25.05.2018 ist nun die neue DSGVO aktiv und damit auch Rechtsgrundlage. Was hat sich Ihrer Meinung nach bei den Unternehmen, mit denen sie zu tun haben, maßgeblich verändert?

Frank Wassong: Obwohl der Stichtag der DSGVO nunmehr einige Monate zurückliegt, sind zahlreiche Unternehmen noch immer verunsichert. Aktuelle Studien zeigen, dass weniger als 26 % aller Unternehmen in Deutschland ihre Prozesse der DSGVO entsprechend angepasst haben. Nur 40 % haben überhaupt begonnen, sich ausführlich mit dem Thema Datenschutz auseinanderzusetzen. Der Handlungsdruck steigt jedoch, weshalb immer mehr Unternehmen aktiv werden und die erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die Anforderungen der DSGVO zu erfüllen. Dies geschieht jedoch weniger aus der Überzeugung heraus, sämtliche personenbezogene – und somit auch die eigenen – Daten zu schützen, sondern aus der Angst vor den drohenden Strafen bei Nichteinhaltung. In den Medien wurde bereits über erste Abmahnungen berichtet.

DFC: Wie konnten Sie als Datenschützer Ihre Kunden auf dem Weg optimal begleiten und unterstützen? Viel wichtiger noch, welche Aufgaben sind jetzt bei den meisten Kunden noch zu erledigen?

Power 2 Bytes oder wie die Energie für Rechenzentrum aus dem Windpark kommt - im Interview mit Jan Moll

unnamedDie DTM-Group Arbeitet seit über 50 Jahren in der Planung & Installation von Sicherheits- und Elektroanlagen. In den vergangenen Jahren hat sich das Unternehmen immer weiter entwickelt und neuartige Kommunikationsverkabelung und Netzwerklösungen im Markt etabliert. 2015 gewann das Unternehmen den deutschen Rechenzentrumspreis und beschreitet mit der Idee Rechenzentren in einem Windpark zu betreiben wiederum neue Wege. Im Interview mit Jan Moll sprechen wir heute über dieses Konzept, und die Vorteile eine Windmühle mit einem Rechenzentrum zu verbinden.

DFC: Was war die Initialzündung zur Idee Power 2 Bytes und was bedeutet das Konzept?

Jan Moll: Die Grundidee ist über 200 Jahre alt stammt aus der Zeit der industriellen Revolution:

Wie die Mühlen für Getreide an Flüssen oder windreichen Orten waren, nutzen wir für Power 2 Bytes das drehende Windrad zur Produktion von Strom im Generator und nutzen an Ort und Stelle die Energie um Daten (Bytes) zu verarbeiten.

DFC: Woher kam die ursprüngliche Idee?

Jan Moll: Ideengeber waren die Windparkbetreiber, respektive Herr Johannes Lackmann und die Initiative der Uni Paderborn vertreten durch Dr. Gunnar Schomaker, die das Potential des Konzepts schon vor 2009 erkannten und auf der Suche nach ausführenden Firmen waren. Ihr Antrieb war es für Big Data Analysen wie sie die Uni Paderborn durchführt oder HPC Cluster, grünen regenerativen Strom zu verwenden, der nicht durch viele Transformationsverluste durch ganz Deutschland geschickt wurde. D.h. Das Prinzip umdrehen, RZ dort bauen wo Strom vorhanden ist.

DFC: Was sind die Vorteile, Windkraft und Rechenzentrum in einem Gewerk zu vereinen?

Die neue Dimension im online Video Marketing - im Interview mit Gerhard Schröder, CEO der Kreative KommunikationsKonzepte GmbH, besser bekannt als K3

GerhardSpeakerDass man im Online-Marketing ohne Video content nicht weit kommt, ist ein alter Hut. Dass man 360°-Videos aber ebenso vielfältig einsetzen kann wie konventionelle Videoinhalte, das durchdringt die Marketingwelt erst langsam. Gerhard Schröder arbeitet als Geschäftsführer von K3 daran, das volle Potenzial dieser Darstellungsform auszuschöpfen und immer neue Wege damit zu beschreiten, sei es für Plattformen wie YouTube und Facebook, als Showcase im Verkaufsgespräch, für das Recruiting auf der Jobmesse, oder um den eigenen Messestand virtuell zu erweitern und auf kleinem Raum Großes zu zeigen. Im Interview mit Gerhard Schröder sprechen wir über Videomarketing und warum sich praktisch jedes Unternehmen damit auseinandersetzen sollte.

DFC: In den letzten Jahren ist Video Marketing stetig im Kommen. Was ist Ihrer Meinung nach der Grund dafür?

Gerhard Schröder: Gerade im Online-Bereich ist Aufmerksamkeit heute das wertvollste Gut. Daher ist es wichtiger denn je, die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer ideal zu nutzen. Audiovisuelle Medien sprechen nicht nur mehrere Sinne gleichzeitig an, sie können es auch schaffen, einen unmittelbaren Anreiz zum weiterschauen herzustellen - viel direkter und müheloser, als ein Text oder eine Grafik alleine es können. Diese Unmittelbarkeit hilft auch dabei, komplexere Sachverhalte einfach zu erklären, sie leicht verdaulich zu machen und, um bei der Metapher zu bleiben, dabei auch noch appetitlich aussehen zu lassen. Ich denke, grundsätzlich sollte Marketing immer in mehreren Medien gedacht werden. Keine Marke und kein Produkt existiert ausschließlich in einer Text-Welt oder einer Plakat-Welt. Die Mischung macht’s, und die Palette erweitert sich ständig, zum Beispiel durch reine Audio-Inhalte wie Podcasts. Videos fügen sich gut ein in diesen Mix, weil sie mehrere Medien miteinander vereinen. 

DFC: YouTube hat sich in den vergangenen Jahren zur zweitmächtigsten Suchplattform entwickelt. Wie schaffen es Unternehmen überhaupt mit einem Unternehmensvideo hier noch sichtbar zu werden, ohne dass sie bereits eine Follower Zahl haben?

Gerhard Schröder: Das Geheimnis liegt darin, die Videos sehr genau zu fokussieren. Wer seine Kunden kennt, der weiß genau, welche Probleme und Fragen sie umtreiben. Fokussiere ich mein Video zielgenau als Antwort auf diese Fragestellungen, dann steigt die Chance gefunden und gesehen zu werden ganz erheblich.

Digitale Transformation für den Mittelstand - das Prinzip „Gezähmter Agilität“ in der Software- und Projektentwicklung - Im Interview mit Dr. Simon Grapenthin, CEO der Interaction Room GmbH

simon grapenthin WEBDie Interaction Room GmbH ist ein IT-Dienstleister mit Sitz in Essen, der auf die Unterstützung moderner Softwareentwicklungsprozesse und die Entwicklung zukunftsfähiger Softwaresysteme spezialisiert ist. Das Unternehmen baut auf das Prinzip „Gezähmter Agilität“ und verbinden so agile und klassische Softwareentwicklung. Dadurch sollen eine erhöhte Flexibilität und Geschwindigkeit beim Umsetzen der Projekte erreicht werden. Im Interview mit Dr. Simon Grapenthin, CEO der Interaction Room GmbH, sprechen wir heute über Risiken in der Softwareentwicklung sowie in der Projektsteuerung und die Vorteile einer neuen Herangehensweise.

DFC: Herr Dr. Grapenthin, die digitale Transformation und die damit verbundene Implementierung neuer Software Tools im Unternehmen ist die große Aufgabe für alle Unternehmen. Worin sehen Sie derzeit die größte Herausforderung für Geschäftsführer und Top Entscheider in den deutschen Unternehmen?

Dr. Simon Grapenthin: Eine wesentliche Frage ist sicherlich “make or buy”. Häufig werden Standardprodukte erworben, weil die Kosten dafür vermeintlich geringer sind. Geschäftsprozesse werden an die Funktionen der Software angepasst, die Mitarbeiter haben sich danach zu richten. Dies führt schnell zu Unzufriedenheit und mangelnder Akzeptanz neuer Lösungen. Wird zu viel Customizing der Standardsoftware betrieben, geht die Updatefähigkeit und damit der Vorteil eines Produktes verloren. Um die Frage zu beantworten, müssen also unterschiedliche Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Eine konsequente Wertorientierung hilft dabei, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es muss beispielsweise nicht alles digitalisiert werden. Stattdessen sollte dort investiert werden, wo der größte Nutzen entsteht.

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