Die neue Dimension im online Video Marketing - im Interview mit Gerhard Schröder, CEO der Kreative KommunikationsKonzepte GmbH, besser bekannt als K3

GerhardSpeakerDass man im Online-Marketing ohne Video content nicht weit kommt, ist ein alter Hut. Dass man 360°-Videos aber ebenso vielfältig einsetzen kann wie konventionelle Videoinhalte, das durchdringt die Marketingwelt erst langsam. Gerhard Schröder arbeitet als Geschäftsführer von K3 daran, das volle Potenzial dieser Darstellungsform auszuschöpfen und immer neue Wege damit zu beschreiten, sei es für Plattformen wie YouTube und Facebook, als Showcase im Verkaufsgespräch, für das Recruiting auf der Jobmesse, oder um den eigenen Messestand virtuell zu erweitern und auf kleinem Raum Großes zu zeigen. Im Interview mit Gerhard Schröder sprechen wir über Videomarketing und warum sich praktisch jedes Unternehmen damit auseinandersetzen sollte.

DFC: In den letzten Jahren ist Video Marketing stetig im Kommen. Was ist Ihrer Meinung nach der Grund dafür?

Gerhard Schröder: Gerade im Online-Bereich ist Aufmerksamkeit heute das wertvollste Gut. Daher ist es wichtiger denn je, die kurze Aufmerksamkeitsspanne der Zuschauer ideal zu nutzen. Audiovisuelle Medien sprechen nicht nur mehrere Sinne gleichzeitig an, sie können es auch schaffen, einen unmittelbaren Anreiz zum weiterschauen herzustellen - viel direkter und müheloser, als ein Text oder eine Grafik alleine es können. Diese Unmittelbarkeit hilft auch dabei, komplexere Sachverhalte einfach zu erklären, sie leicht verdaulich zu machen und, um bei der Metapher zu bleiben, dabei auch noch appetitlich aussehen zu lassen. Ich denke, grundsätzlich sollte Marketing immer in mehreren Medien gedacht werden. Keine Marke und kein Produkt existiert ausschließlich in einer Text-Welt oder einer Plakat-Welt. Die Mischung macht’s, und die Palette erweitert sich ständig, zum Beispiel durch reine Audio-Inhalte wie Podcasts. Videos fügen sich gut ein in diesen Mix, weil sie mehrere Medien miteinander vereinen. 

DFC: YouTube hat sich in den vergangenen Jahren zur zweitmächtigsten Suchplattform entwickelt. Wie schaffen es Unternehmen überhaupt mit einem Unternehmensvideo hier noch sichtbar zu werden, ohne dass sie bereits eine Follower Zahl haben?

Gerhard Schröder: Das Geheimnis liegt darin, die Videos sehr genau zu fokussieren. Wer seine Kunden kennt, der weiß genau, welche Probleme und Fragen sie umtreiben. Fokussiere ich mein Video zielgenau als Antwort auf diese Fragestellungen, dann steigt die Chance gefunden und gesehen zu werden ganz erheblich.

 

Das ist der beste Einstieg, um ein Publikum zu generieren. Ein kleines Beispiel: Angenommen, ein mittelständischer Betrieb produziert Werkzeuge. Videos, die diese Firma, und nur diese Firma an dieser Stelle liefern kann, sind zum Beispiel Anleitungen für ihre Produkte. Der Inhalt darf dabei nicht breit gefächert, sondern muss so spezifisch wie möglich sein. Anstatt eines einzelnen Videos also, das zeigt, wie man mit dem Werkzeug acht verschiedene Dinge erledigen kann, sollten es lieber acht Videos sein, die auch im Titel und Infotext sehr spezifisch sind.

Das Video „Möbelfeinschliff mit Bandschleifer BS350S“ hat einen unmittelbaren Nutzwert und wird garantiert leichter gefunden und gesehen, als das Video „Der vielseitige Bandschleifer von Firma XY“. Hat man durch diesen unmittelbaren Nutzwert erstmal ein Publikum auf seinem Kanal versammelt, kann man damit anfangen, Videos mit breiterem Appeal zu produzieren: Produktvideos, Testimonials, Ankündigungen und so weiter. Das verhindert auch den traurigen Fall, dass der teuer produzierte Imagefilm auf einem ansonsten verlassenen Kanal ein ungesehenes Dasein fristet, weil er sein Publikum nicht finden kann.

DFC: Interessanten Video Content zu schaffen ist keine leichte und auch keine ganz preisgünstige Angelegenheit oder doch? Warum nicht einfach selbst vor das Smartphone stellen und loslegen? Warum brauche ich eine Agentur wie K3?

Gerhard Schröder: Die Qualität eines Videos, inhaltlich und optisch, muss immer dem eigenen Anspruch und dem Anspruch der Zielgruppe gerecht werden. Um das eben genannte Beispiel nochmals zu bemühen:

Eine Anleitung für eines meiner Werkzeuge muss in erster Linie nützlich sein. Es muss aufgeräumt, unmissverständlich und einfach zu verstehen sein. Mit spektakulären Aufnahmen rechnet hier niemand - und es braucht sie auch niemand. Je breiter aber der Ansatz wird, desto eher muss das Video ein „Hingucker“ werden. Ebenso unterscheidet sich der Anspruch meiner Zuschauer je nachdem, was ich verkaufe und wie ich mich darstelle. Hochwertige oder hochpreisige Produkte lassen sich nicht mit hässlichen Videos an den Mann bringen, das Video selbst muss dann schon den Luxus und die Besonderheit ausstrahlen. Es mag nun verlockend klingen, für die „einfachen“ Videos das eigene Smartphone aus der Tasche zu ziehen und loszulegen. Man darf aber nicht vergessen, dass eine Agentur wie K3 mehr leistet, als nur schöne Bilder zu produzieren. Die Sprache der Bilder hat ihre eigenen Vokabeln, ihre eigene Grammatik und das nimmt man heutzutage, wo Video ständig und überall ist, sehr schnell als selbstverständlich hin.

Wenn man aber selbst Videos produziert, und sei es nur ein unspektakuläres Anleitungsvideo, geht der Schuss schnell nach hinten los, wenn man die Arbeitsschritte einfach irgendwie abfilmt und dann gedankenlos aneinanderschneidet, so dass es nicht gut erklärt. Es lohnt sich also auch bei „kleinen“ Videos, auf erfahrene Dienstleister zurückzugreifen, die sich Gedanken über Aspekte des Videos machen, die einem als Zuschauer nicht unbedingt sofort in den Sinn kommen würden. Das muss auch nicht unbedingt teuer sein.

Bei K3 denken wir außerdem immer auch die verschiedenen Kanäle und Anwendungszwecke mit, wenn wir ein Video konzipieren. Um wieder auf das Beispiel der Anleitung zurückzukommen, so würden wir dort mitbedenken, dass die Bilder auch auf dem Smartphone eindeutig zu erkennen und die Text leicht lesbar sein müssen, denn dieses Video wird wahrscheinlich auf der Baustelle oder in der Werkstatt angesehen werden, nicht auf einem großen Monitor oder einer Kinoleinwand. 

DFC: In den letzten Jahren haben sie das Thema online Video Marketing stets nach vorne getrieben. Mit neuen Ideen und jetzt zuletzt auch mit dem Thema 360° Videos. Was reizt Sie persönlich am Thema Video Marketing?

Gerhard Schröder: Mich reizt vor Allem die Bandbreite des Videomarketings. Es kann Emotionen erzeugen, sachlich sein, mitreißen oder informieren. Es kann sich an 100.000 Menschen richten, manchmal aber auch nur an einen Einzelnen. Neulich hatte wir einen solchen Fall, in dem unsere Zielgruppe nur eine einzelne Person war. In diesem Video kamen eine Vielzahl von Personen zu Wort, alle mit dem einen Ziel, einen Entscheider in einem großen, globalen Unternehmen mit verschiedenen Argumenten zu einer geschäftlichen Kontaktaufnahme zu bewegen. In solche fällen kann ein Video mächtiger sein als ein persönlicher Termin, für den man sich erstmal einen Namen machen muss, bevor man vorgelassen wird.

Außerdem reizt es mich, immer neue und bessere Wege zu finden, Videos zum Verkauf einzusetzen. Richtig eingesetzt kann ein Video sehr viel bewegen, auf eine ähnliche Weise wie ein Film ein Leben verändern kann. Daher sind wir immer auf der Suche nach der nächsten Weiterentwicklung, etwa 360° Videos. Im Gegensatz zu traditionellen Videoformaten sind hier noch keine Regeln geschrieben und das Spielfeld ist offen. Die Sprache eines 360° Video ist bei weitem noch nicht so festgelegt und im öffentlichen Bewusstsein verankert, wie das bei traditionellem Video der Fall ist. Das macht die Sache sehr spannend.

DFC: Wie arbeitet heute Videomarketing gerade auch zusammen mit den Bereichen Virtual- und Augmented Reality? Gibt es hier sinnvolle Ergänzungen? 

Gerhard SchröderDie gibt es definitiv! Gerade 360° Content ist ja ein verwandter von Virtual Reality Anwendungen und lässt sich dort gut einbinden. Wann immer es möglich ist, konzipieren wie unsere Projekte so, dass das entstandene Material auf unterschiedliche Weisen zum Einsatz kommen kann. So haben wir schon 360° Videos produziert, die teils aus Realfilm und teils aus 3D-Animationen bestehen. Diese 3D-Modelle können dann auch für VR- und AR-Anwendungen weiterverwendet werden. Bei einem anderen Projekt haben wir eine Reise durch ein Salzbergwerk in 360° produziert. Man begleitet einen Auszubildenden unter Tage, in 700 Metern tiefe, durch die verschiedenen Stationen seiner Ausbildung. Um das Meiste aus dem gesammelten Videomaterial herauszuholen, haben wir die Aufnahmen auch in traditionelle Videoformate überführt, übliche 16:9-Formate für YouTube und Facebook, aber auch Hochkant-Formate für Snapchat und Instagram. Auch hier sind noch weitere Verwendungszwecke denkbar, etwa als VR-Umgebung, die mit 3D-Modellen angereichert wird und Interaktionen zulässt. Wir versuchen stets sehr effizient für unsere Kunden zu sein und mit einem einzelnen Dreh genug Material herzustellen, um verschiedensten Zwecken zu dienen, nicht nur für das Online-Marketing sondern auch für Messeauftritte.

DFC: Mittelständische Unternehmen, die sich mit dem Thema Content Video Marketing beschäftigen wissen oft nicht wie man sie am besten beginnen sollte. Was würden Sie Newcomern raten?

Gerhard Schröder: Wie vorhin bereits erwähnt steht am Anfang immer die Notwendigkeit, sichtbar zu werden und ein Publikum aufzubauen. Das gelingt am Besten, indem man seine Videos sehr fokussiert und trennscharf konzipiert. Dafür ist erst mal keine aufwändige Produktion nötig. Ganz allgemein gesprochen ist der Ansatz der Customer Journey sehr nützlich, um nah an den Bedürfnissen der Zielgruppe zu bleiben.

Zu oft erleben wir außerdem, dass in Unternehmen Videokonzepte „per Komitee“ erarbeitet werden. Das endet meist darin, dass die Videos sehr unfokussiert sind und versuchen, mehrere Botschaften an mehrere Zielgruppen gleichzeitig auszusenden, wie eine eierlegende Wollmilchsau. Am Ende spricht das Video dann Alle und gleichzeitig Niemanden an. Daher kann ich nur dazu raten, schon in der Konzeption einen engen Fokus zu haben und sich immer und immer wieder zu fragen: Wen spreche ich an? Was ist meine Botschaft? Zu welcher Handlung möchte ich auffordern? Es sollte zu jeder dieser Fragen nur eine einzige Antwort geben, und nicht mehrere. Am Besten wendet man sich möglichst früh in diesem Prozess an Menschen mit Erfahrung, denn manche Ideen müssen erst einmal so aufgearbeitet werden, dass sie überhaupt attraktiv in einem Video kommunizierbar werden.

DFC: Nun sind Sie mit Ihrem Unternehmen auf dem Digital FUTUREcongress in der Messe Essen mit dabei. Was werden sie dem interessierten Publikum zeigen können?

Gerhard Schröder: Unser Messeauftritt beim Digital FUTUREcongress konzentriert sich primär auf das Zusammenspiel von VR, AR und 360°-Content, insbesondere der Anwendungsfall Messeauftritt. Nicht viele Unternehmen können sich einen großflächigen Messestand leisten, geschweigedenn diesen angemessen zu bespielen. Wir möchten zeigen, wie man mit diesen neuen Technologien den eigenen Messestand aufwerten und erweitern kann, wie man einen kleinen Messestand virtuell erweitern kann um Dinge wie große Anlagen, große Produkte oder, im Falle einer Jobmesse, ganze Arbeitsplätze zeigt und erfahrbar macht. Wir präsentieren ein paar Beispiele aus unserem Portfolio, die schon auf Messen in mehreren Ländern erfolgreich zum Einsatz gekommen sind und wie man sie auch gezielt zum Verkaufen einsetzen kann. Außerdem erklären wir, wie sich diese Idee mit einer Online-Strategie verknüpfen lässt, da diese digitalen Inhalte auch im Web vielfältig verwendbar sind.

DFC: Das klingt nach Spannen besprechen und großen Augen! Ganz herzlichen Dank für dieses prima Gespräch.

Das Interview führte Michael Mattis Geschäftsführer und Veranstalter des DIGITAL FUTUREcongress.

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Sie finden die Kreative KommunikationsKonzepte GmbH am 08.11.2018 am Stand D6 in Essen.

www.kreativekommunikationskonzepte.de

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